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Womit wir untersuchen

Zwei Untersuchungen, die wir in der Ordination selbst durchführen.

  • A

    Blasenspiegelung

    Angstbesetzt, und meistens nicht wegen der Schmerzen. Hier steht deshalb zuerst, wie wir die Untersuchung durchführen – das Medizinische danach.

  • B

    Flow-EMG

    Oberflächen-EMG des Beckenbodens: ein ergänzendes Verfahren zur Funktionsbeurteilung. Keine Bildgebung, keine alleinige Therapiegrundlage.

A · Diagnostik

Blasenspiegelung – was passiert, Schritt für Schritt

Vor kaum einer urologischen Untersuchung haben Frauen so viel Respekt. Meist nicht wegen der Schmerzen – sondern wegen der Vorstellung, ausgeliefert zu sein.

Deshalb steht hier zuerst, wie wir die Untersuchung durchführen. Das Medizinische danach.

Wie wir die Untersuchung durchführen

  • Sie wissen vorher, was passiert. Wir erklären den Ablauf vollständig, bevor Sie sich ausziehen – nicht währenddessen.
  • Im Raum ist nur, wer gebraucht wird. Keine Zuschauerinnen, keine Studierenden ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung.
  • Sie bleiben bedeckt, soweit es die Untersuchung zulässt.
  • Örtliche Betäubung als Gleitgel mit Lokalanästhetikum, mit ausreichender Einwirkzeit. Nicht überspringen, auch wenn es schneller ginge.
  • Wir sagen an, was wir tun – bevor wir es tun.
  • Sie können jederzeit stoppen. Ein Wort genügt. Ohne Diskussion und ohne dass Sie sich erklären müssen.
  • Sie entscheiden über den Bildschirm. Manche Frauen möchten mitsehen und finden das hilfreich. Andere nicht. Beides ist in Ordnung.
  • Den Befund besprechen wir im Gespräch – angezogen, im Sitzen, nicht auf dem Untersuchungsstuhl.

Ablauf und Dauer

Die Untersuchung selbst dauert in der Regel nur wenige Minuten. Über die Harnröhre wird ein dünnes Instrument mit einer Optik in die Blase eingeführt. Wir beurteilen Harnröhre und Blaseninnenwand direkt. Wo es die Fragestellung zulässt, verwenden wir ein flexibles Instrument, das meist besser vertragen wird.

Sie können danach nach Hause gehen und Ihren Tag normal fortsetzen. In den ersten Stunden kann das Wasserlassen leicht brennen – das ist normal und geht zurück. Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten sollten und wann Sie sich melden sollen.

UntersuchungsraumRuhig und hell. Keine Nahaufnahme von Geräten.Format 16:9

Wann eine Blasenspiegelung sinnvoll ist

  • Bei Blut im Urin, sichtbar oder im Labor nachgewiesen
  • Bei wiederkehrenden Harnwegsinfekten ohne erklärbare Ursache
  • Bei chronischen Blasenschmerzen und Verdacht auf ein Blasenschmerzsyndrom
  • Bei anhaltendem Harndrang, der auf die bisherige Therapie nicht anspricht
  • Zur Verlaufskontrolle bei bekannten Befunden

Was wir nicht tun

Wir führen keine Blasenspiegelung durch, weil sie ohnehin auf dem Programm steht. Jede Untersuchung braucht eine Fragestellung. Wenn wir eine empfehlen, sagen wir Ihnen, was wir suchen und was sich daraus für die Behandlung ergibt.

B · Diagnostik

Flow-EMG

Oberflächen-EMG des Beckenbodens: ein ergänzendes Verfahren zur Funktionsbeurteilung. Keine Bildgebung, keine alleinige Therapiegrundlage.

Bei entsprechender Fragestellung setzen wir ein Flow-EMG ein, um Tonus, willkürliche Kontrolle und Koordination der Beckenbodenmuskulatur zu erfassen. Es ist ein ergänzendes Verfahren, kein eigenständiges Diagnoseinstrument.

  • Harnwegsinfekte

    Wiederkehrende Infekte haben Ursachen. Wir suchen sie, statt den nächsten Infekt abzuwarten.

  • Chronische Zystitis

    Blasenschmerz ohne Erregernachweis. Strukturierte Abklärung und Instillationstherapie.

  • Inkontinenz

    Belastungs-, Drang- und Mischinkontinenz – in jedem Lebensalter, mit oder ohne Geburt.

Sie sind unsicher, ob Ihre Beschwerden zu uns gehören?

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